15. März 2016

Fallstudie 2 – komplexer Import

Hier der Fall einer typischen KMU-Verlader <-> Spediteur Beziehung.

Die Auftragsübermittlung erfolgt 2-stufig: zuerst wird die Ladeliste einer Abholung pro Fahrzeug im XLSX-Format übermittelt:

Fallstudie2-Abholung

Hier kann man schon die typischen Probleme erkennen, die ein solches Format bereit hält:

  • Keine eindeutigen Empfänger
  • Die Aufträge müssen kumuliert werden
  • Bestellnummern und Auftragsnummern sind weder eindeutig noch konsistent
  • Es werden zusätzliche Entlade-Vorschriften übermittelt

Nicht eindeutige Adressdaten qualifizieren

Um eine zuverlässige Verarbeitung dieser Aufträge zu gewährleisten, müssen die Adressdaten qualifiziert werden. Dazu wurden die Geschäftpartner-Adressen über Geschäftspartner-Gruppen den Kunden zugeordnet, womit ein selektierbares Kriterium für den Adress-Export pro Kunde existiert. Hiermit kann pro Postleitzahl ein eindeutiger Geschäftspartner definiert werden. Sollten mehrere Geschäftspartner mit identischer Postleitzahl pro Kunde vorhanden sein, kann über eine Adress-Auszeichnung (Tagging: „Standard“ in Feld „Name4″ in den Geschäftspartner-Adressen) eine eindeutige Zuordnung vorgenommen werden.

2. Stufe der Verarbeitung

Nach der Abholung der Aufträge wird im ERP-System des Kunden die Lieferung initiiert, da erst zu diesem Zeitpunkt der genaue Umfang der Lieferung fest steht (Kommissionierung bis zur letzten Minute). Dabei werden unter anderem die Lieferscheine generiert, und dem Spediteur im PDF-Format übermittelt. Dieser steht jetzt vor dem Dilemma, diese nicht nur ausdrucken und den Transporten zuordnen zu müssen, abrechnungs- und sicherheitsrelevante Auftragsdaten (Gewicht, Lademittel, GGVS) müssen auch in die Speditionsaufträge übernommen werden. Hierfür müssen diese Daten aus den PDF-Dateien extrahiert und den Ursprungsaufträgen zugeordnet werden, wobei die zuvor extrahierten Bestell- und Auftragnummern und weitere Heuristiken genutzt werden.

Fazit

Dieses Beispiel zeigt exemplarisch die Schwierigkeiten, die einer automatisierten Verarbeitung von Aufträgen im Wege stehen können, und umreißt Lösungsansätze.

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